Was ich dir heute zeige, sind nicht die coolsten oder teuersten Tools. Es sind die, die ich wirklich täglich nutze. Und die kosten dich (als Basis-Version) keinen Cent.
Warum Tool Auswahl für technische Berater so wichtig ist
Wenn du als Ingenieur oder technischer Berater im Hanseraum unterwegs bist, hast du einen vollen Kalender. Kundentermine, Projekte, Dokumentation. Content Erstellung ist das, was hinten runterfällt. Nicht, weil du es nicht willst, sondern weil es zu aufwändig wirkt.
Das ändert sich, wenn du die richtigen Tools hast. Nicht weil die Arbeit von alleine läuft, sondern weil der Einstieg so niedrigschwellig wird, dass du es tatsächlich tust. Zwischen zwei Terminen, im Zug nach Hamburg, oder direkt nach einem guten Kundengespräch.
Hier sind die fünf Tools die mir dabei am meisten helfen.
1. ChatGPT: der Sparringspartner für Ideen
ChatGPT nutze ich nicht, um Texte schreiben zu lassen. Das wäre der falsche Ansatz, du willst ja authentisch klingen und nicht wie der KI-Einheitsbrei. Ich nutze es als Sparringspartner. Ich werfe eine Idee rein und frage: Was fehlt hier noch? Welche Einwände könnte mein Leser haben? Wie würde ein Ingenieur aus Lübeck das formulieren?
Besonders hilfreich: ChatGPT als Strukturhilfe. Du hast eine Idee aus einem Kundengespräch, aber weißt nicht wie du daraus einen Post machst. Ein kurzer Prompt reicht, um den Rohling zu bekommen, den du dann in deine Sprache übersetzt.
• Kostenlos nutzbar in der Basis-Version.
• Ideal für Brainstorming und Strukturierung.
• Nie den Output direkt posten. Bitte immer in eigene Worte übersetzen.
2. Claude: für längere Texte und komplexere Zusammenhänge
Claude ist mein zweites KI-Tool und ergänzt ChatGPT sehr gut. Während ChatGPT schnell und direkt ist, ist Claude besser, wenn es um längere Texte geht oder wenn ich komplexe Zusammenhänge strukturieren will. Für Blog Artikel wie diesen hier zum Beispiel.
Claude versteht Kontext besser über längere Gespräche hinweg. Wenn du einmal erklärt hast, wer du bist und wen du ansprichst, erinnert es sich daran und die Texte werden zunehmend treffender. (du kannst auch deine ganzen Informationen aus ChatGPT exportieren, dazu folgt noch ein Beitrag)
• Kostenlos nutzbar mit Basisfunktionen
• Stärker bei längeren Formaten und Artikeln
• Gut für Texte die Fachkompetenz ausdrücken sollen
3. Canva: professionelle Bilder ohne Designer
Als technischer Berater oder Ingenieur willst du dich nicht stundenlang mit Grafikprogrammen beschäftigen. Canva löst das Problem. Du hast Vorlagen, du wählst deine Farben, du tauschst den Text aus — fertig. In zehn Minuten hast du ein professionelles Bild für LinkedIn.
Was ich besonders schätze: Die Konsistenz. Wenn du einmal dein Design festgelegt hast, sehen alle deine Beiträge aus einem Guss. Das schafft Wiedererkennungswert — gerade, wenn du im Hanseraum als der Experte für dein Thema wahrgenommen werden willst.
• Kostenlos nutzbar (Pro Version für mehr Vorlagen)
• Ideal für LinkedIn Bilder, Dokumente, Präsentationen
• Kein Design Vorwissen nötig
4. NotebookLM: dein persönliches Wissenssystem
Das ist das Tool das die wenigsten kennen und das mich am meisten überrascht hat. NotebookLM von Google lässt dich eigene Dokumente hochladen und dann mit einer KI darüber sprechen. Du lädst deine Angebote, deine Projektdokumentation, deine alten E-Mails hoch und fragst dann: Was sind die häufigsten Themen in meiner Arbeit? Worüber schreibe ich immer wieder? (Bitte Datenschutz und persönliche Informationen schützen und nicht blind in das Tool einfügen, da auch die größten Datenschutzversprechen am Ende einfach nicht mehr als leere Worte sein können)
Für technische Berater in Lübeck und dem Hanseraum ist das Gold wert. Du hast jahrelang Expertise aufgebaut und hast diese in Dokumenten, in E-Mails und eventuell in Protokollen festgehalten. NotebookLM hilft dir, dieses Wissen zu heben und daraus Content Ideen zu entwickeln.
• Kostenlos
• Verarbeitet PDFs, Word Dokumente, Webseiten
• Ideal um eigene Expertise zu strukturieren
5. Loom: zeigen statt erklären
Manchmal ist das, was du weißt schwer in Worte zu fassen. Als Ingenieur oder technischer Berater bist du es gewohnt, Dinge zu zeigen — am Whiteboard, am Bildschirm, vor Ort beim Kunden. Loom überträgt das ins Digitale.
Du nimmst deinen Bildschirm auf, als eine kurze Erklärung, ein Prozess, eine Lösung für ein häufiges Problem. Das Video ist in zwei Minuten fertig und auf LinkedIn geteilt. Kein Schnitt, keine Produktion. Einfach draufdrücken und reden.
• Kostenlos bis zu 5 Minuten pro Video (Pro-Version hat unlimitierten Speicher und mit der KI-Anbindung erstellt das Tool dir auch automatisch Dokumente aus dem Video und teilt es dir in Kapitel ein)
• Ideal für Erklärvideos und Prozessdokumentation
• Funktioniert auch für interne Wissensarchivierung
Fazit: Fang mit einem Tool an, nicht mit fünf!
Der größte Fehler, den ich beobachte: Menschen laden fünf Tools herunter, probieren alle gleichzeitig aus und nutzen am Ende keines davon. Mein Rat: Fang mit einem (ChatGPT ist sehr einfach für den Anfang) an. Nutze es zwei Wochen und baue es aktiv in den Arbeitsalltag ein. Dann kommt das nächste, zum Beispiel Canva dazu. Alles Schritt für Schritt. Nähere Erklärungen zu den Tools wird es auch auf diesem Blog geben.
Wenn du in Lübeck, Kiel, Hamburg oder irgendwo im Hanseraum als technischer Experte sichtbarer werden willst, brauchst du kein teures Softwarepaket. Du brauchst Klarheit darüber was du sagen willst und ein paar einfache Tools die dir helfen, es sichtbar zu machen.Fragen? Schreib mir direkt unter diesem Beitrag in dem Kontaktformular oder auf LinkedIn und lass uns in den Austausch kommen.