Zum Inhalt springen

Qualifizierungschancengesetz: Mein Erfahrungsbericht der Förderung aus Lübeck

Was wirklich passiert, wie lange es dauert und was mein Arbeitgeber davon hatte.
25. April 2026 durch
Qualifizierungschancengesetz: Mein Erfahrungsbericht der Förderung aus Lübeck
Simple Hanse Inh. Kevin Aniol, Kevin Aniol

Ich war skeptisch. Dann hab ich es einfach gemacht. Mein Erfahrungsbericht zum Qualifizierungschancengesetz.

Wer kennt das nicht: Eine Werbeanzeige verspricht, dass der Staat die komplette Weiterbildung bezahlt, inklusive Lohnkostenerstattung. Klingt zu gut, um wahr zu sein. Ich habe gedacht: Das ist wieder so ein Ding, das in der Praxis nicht funktioniert.

Dann hat mein Chef dieselbe Anzeige gesehen. Wir haben uns kurz angeschaut und entschieden: Wir spielen das durch.

Das war vor gut einem Jahr. Heute kann ich sagen: Es hat funktioniert. Und ich möchte hier teilen, wie es wirklich abgelaufen ist.


Was ist das Qualifizierungschancengesetz überhaupt?

Das Qualifizierungschancengesetz, kurz QCG, ist ein Förderprogramm der Bundesregierung. Die Idee dahinter ist simpel: Arbeitgeber lassen ihre Mitarbeitenden weiterbilden, die Agentur für Arbeit übernimmt einen Teil oder die gesamten Kosten, und zahlt zusätzlich einen Teil des Gehalts während der Weiterbildungszeit.

Für Unternehmen mit 2 bis 50 Mitarbeitenden sind die Konditionen besonders stark. In vielen Fällen werden bis zu 100% der Weiterbildungskosten übernommen, dazu kommt die Lohnkostenerstattung.

In meinem Fall war es die Ausbildung zum professionellen Content Creator mit Schwerpunkt Video. Mein Arbeitgeber hat am Ende rund 15.300 Euro erstattet bekommen.


Der Prozess, ehrlich erzählt

Schritt 1: Der Antrag

Ich hatte erwartet, dass der Antrag ein bürokratisches Labyrinth ist. Ist er nicht. Man nimmt Kontakt zur Agentur für Arbeit auf, erklärt das Vorhaben, und bekommt Unterstützung bei der Beantragung.

Was mich wirklich überrascht hat: Wie wohlwollend die Agentur für Arbeit dabei war. Die nehmen das Thema Weiterbildung ernst. Die Mitarbeitenden dort wissen, dass Qualifikation in Bereichen wie KI und Content gerade wichtig ist, und sie wollen das fördern, wenn es ehrlich genutzt wird und nicht nur das Geld eingesackt werden soll.

Das hat sich im Gespräch sofort gespürt. Kein Misstrauen, keine Hürden um der Hürden willen. Einfach: Worum geht es, passt das, dann machen wir das.

Schritt 2: Die Bewilligung

In Lübeck war der Antrag innerhalb von vier Wochen durch. Vier Wochen von der ersten Anfrage bis zur Bewilligung. Das hatte ich nicht erwartet.

Schritt 3: Die Weiterbildung

Danach startete die eigentliche Weiterbildung. In meinem Fall die Ausbildung zum professionellen Content Creator mit Schwerpunkt Video. Sechs Monate aktive Weiterbildung, drei Monate war ich noch eingebunden für Rückfragen und Nachbegleitung. Insgesamt also neun Monate.

Was mich dabei positiv überrascht hat: Ich konnte mir alles komplett eigenständig einteilen. Kein fester Stundenplan, kein klassischer Unterricht. Dafür konnte ich die Aufgaben direkt in meiner eigenen Arbeit anwenden und habe sofort Feedback bekommen, als würde ein erfahrenes Marketing Team mit mir zusammenarbeiten.

Ich konnte auch meinen Chef und Kollegen mit einbinden. Das hat dazu geführt, dass das Wissen nicht bei mir alleine geblieben ist, sondern direkt ins Unternehmen eingeflossen ist.


Was mein Arbeitgeber davon hatte

Mein Arbeitgeber hat am Ende rund 15.300 Euro erstattet bekommen. Das entspricht den Gehaltskosten während der Weiterbildungszeit.

Gerade zu Beginn einer Tätigkeit im Marketing ist das ein echter Hebel, um anfängliche Kosten aufzufangen oder das bestehende Team mit Fachwissen zu unterstützen. Und wer den steuerfreien Bonus der Bundesregierung nutzen möchte, hat durch die Erstattung schlicht mehr Spielraum dafür.

Für wen lohnt sich das?

Am stärksten profitieren Unternehmen mit 2 bis 50 Mitarbeitenden. Hier sind die Fördersätze am höchsten und der Aufwand steht in einem sehr guten Verhältnis zum Ergebnis.

Thematisch geht es vor allem um Zukunftsfelder. Content Erstellung, Video, Social Media, KI, Digitalisierung. Also genau die Bereiche, in denen viele Unternehmen gerade Nachholbedarf haben, aber den Aufwand scheuen.


Was ich dir mitgeben möchte

Ich war skeptisch. Ich habe Werbeanzeigen gesehen und gedacht: Das ist zu gut um wahr zu sein. Und dann hab ich es einfach gemacht.

Der Prozess war ehrlicher und unkomplizierter als erwartet. Die Agentur für Arbeit in Lübeck hat professionell und wohlwollend begleitet. Und das Ergebnis hat sich für meinen Arbeitgeber klar gerechnet.

Falls du wissen möchtest, ob das für dein Unternehmen passt, und was dabei zu beachten ist, dann reden wir kurz darüber. Ich kenne den Prozess von innen und kann dir schnell einschätzen, ob und wie das bei euch funktionieren könnte.

Kein Aufwand, kein Druck. Einfach ein kurzes Gespräch.

👉 Termin buchen

Kevin Aniol ist selbstständiger Content Stratege aus Lübeck und Inhaber von Simple Hanse. Dieser Artikel basiert auf eigenen Erfahrungen als Angestellter und gibt keine Rechts- oder Steuerberatung.

Qualifizierungschancengesetz: Mein Erfahrungsbericht der Förderung aus Lübeck
Simple Hanse Inh. Kevin Aniol, Kevin Aniol 25. April 2026
Diesen Beitrag teilen
Archiv
Vom Kundengespräch zum LinkedIn Post in 10 Minuten
Wie ein Tool die bei schneller Content-Erstellung helfen kann.